Frankfurt hat über 50 Stadtviertel. Eines der Jüngsten ist das Deutschherrnviertel. Es konnte entstehen, nachdem der Schlachthof abgerissen wurde. Vor dessen Bau waren hier vor allem Wiesen, die zum Bleichen von Wäsche genutzt wurden.

Das Deutschherrnviertel liegt in Sachsenhausen Nord zwischen dem Main, einem Teil der Gerbermühlstraße (Hausnummern 1 bis 63), einer Eisenbahnlinie (die zur Deutschherrnbrücke führt) und einem Teil des Wasserwegs. Es umfasst die Straßen Zum Gipelhof, Zum Apothekerhof, Zum Brommenhof, Zum Laurenburger Hof, Zum Gottschalkhof und Zum Schlegelhof, das Deutschherrnufer (Hausnummern 41 bis 52) sowie den Walther-von-Cronberg-Platz. Insgesamt ist das Gebiet über 12 Hektar groß.

Höchstes Haus im Viertel ist mit seinen etwa 90 Metern das Main-Plaza. Eine markante Höhe erreicht auch zweithöchste Haus des Viertels, das Main-Triangel. Bei Wahlen ist das Deutschherrnviertel eine Hochburg von FDP und Grünen.

Namensgeber des Viertels ist der Deutsche Orden. Schon zu Schlachthofzeiten hieß die Straße, die heute die längste des Viertels ist, nach den Deutschherrn. Der Platz des Viertels ist mit Walther von Cronberg nach einem Hochmeister des Deutschen Ordens benannt.