Im Zusammenhang mit dem Bau des Osthafens wurde die Deutschherrnbrücke 1913 als zweigleisige Eisenbahnbrücke und Verbindung zwischen dem Ostbahnhof und dem Südbahnhof in Betrieb genommen. Die Gesamtlänge der Brücke beträgt 274 m. Durch die Bogenbrücke aus Stahl wird das Deutschherrnviertel nach Osten hin begrenzt.

Während der NS-Zeit gab es ein paar Monate unter der Brücke Treffen von Widerständlern. Bis zum 16. Mai 1933. Jemand hatte den Treffpunkt verraten und die Widerständler wurden von der Gestapo verhaftet. Kurz vor Kriegsende wurde die Brücke – wie die anderen Frankfurter Brücken auch – von der Deutschen Wehrmacht gesprengt. 1949 wurde sie wieder eröffnet.

Nachts wird das Stahlfachwerk in das „Illuminationsprojekt des Mainuferraums“ eingebunden. Außerdem gibt es auf der Brücke die Klanginstallation einer roten und einer blauen Kugel, die Umgebungs-Geräusche und Brückenschwingungen wiedergeben. Unter der Deutschherrnbrücke befindet sich auf der Straße „Zum Laurenburger Hof“ die Endhaltestelle des 45er Busses.